Wer kennt das nicht: Am Ende des Tages bleiben im Supermarkt noch ein paar Joghurts, Brot oder Obst übrig – und landen oft im Müll. Too Good To Go will das ändern. Seit 2015 rettet die dänische App weltweit überschüssige Lebensmittel, allein in Deutschland haben sich zahlreiche Supermärkte und Bäckereien angeschlossen.

Gerettete Mahlzeiten: Über 200 Millionen ·
Aktive Länder: 18 ·
App-Downloads: Mehr als 65 Millionen ·
Partnerbetriebe: Zehntausende

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Ein Blick auf die wichtigsten Zahlen der App:

Merkmal Wert Quelle
Gründung 2015 Too Good To Go
Hauptsitz Kopenhagen, Dänemark Too Good To Go
Gerettete Mahlzeiten Über 200 Millionen Verbraucherschutz TV
Länder 18 Verbraucherschutz TV
App-Downloads Mehr als 65 Millionen Neukunden-Rabatt
Warum das wichtig ist

Too Good To Go hat in acht Jahren über 200 Millionen Mahlzeiten vor dem Müll bewahrt. Das entspricht einer Einsparung von schätzungsweise 500.000 Tonnen CO₂ – ein messbarer Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung, der ohne die App kaum denkbar wäre.

In welchen Standorten ist Too Good To Go verfügbar?

Too Good To Go ist laut Unternehmensangaben in über 18 Ländern aktiv, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Irland und viele mehr (Too Good To Go (Unternehmenswebsite)). Die App zeigt mittels GPS automatisch alle teilnehmenden Geschäfte in der Nähe an – vom kleinen Bäcker bis zur Supermarktkette.

Gibt es Too Good To Go in Irland?

Ja, Irland ist eines der ersten Länder, in denen die App nach der Expansion eingeführt wurde. Nach Angaben der Verbraucherzentrale (unabhängige Verbraucherorganisation) ist die App auch in irischen Großstädten wie Dublin und Cork verfügbar.

Too Good To Go in Deutschland

In Deutschland sind vor allem Bäckereien, Tankstellen, Cafés und Supermärkte wie Edeka und Rewe dabei (Nachhaltigkeit mit Kopf (Nachhaltigkeitsblog)). Die Abdeckung variiert stark zwischen Großstädten und ländlichen Regionen.

Too Good To Go in Österreich und der Schweiz

Auch in Österreich und der Schweiz wächst das Netzwerk stetig. Die offizielle App-Liste zeigt Hunderte Partner – von Wiener Kaffeehäusern bis zu Zürcher Bäckereien (Too Good To Go).

Das Muster: Je dichter die Besiedlung, desto mehr Angebote. Nutzer in ländlichen Gebieten müssen oft weitere Wege in Kauf nehmen.

Bietet M&S Too Good To Go an?

Ja, sowohl M&S (Marks & Spencer) als auch Aldi UK und Tesco sind Partner der App. Wie die Verbraucherzentrale (unabhängige Verbraucherorganisation) bestätigt, bieten diese Ketten in Großbritannien und Irland regelmäßig Überraschungstüten an.

Bietet Aldi Too Good To Go Tüten an?

Aldi UK ist seit 2022 mit von der Partie. Die Tüten enthalten oft kurz vor dem Ablauf stehende Molkereiprodukte, Backwaren und Obst (Verbraucherschutz TV (Verbraucherportal)). In Deutschland ist Aldi (noch) nicht flächendeckend dabei – vereinzelt gibt es Testläufe.

Bietet Tesco Too Good To Go Tüten an?

Tesco kooperiert ebenfalls mit Too Good To Go. Die Tüten werden meist am späten Abend angeboten und enthalten Lebensmittel, die am selben Tag aus dem Regal genommen wurden (Neukunden-Rabatt (Rabattportal)).

Was bekommt man normalerweise in einer Aldi Too Good To Go Tüte?

Der Inhalt variiert stark – typisch sind Milchprodukte, Brot, Salate und manchmal auch Fleisch oder Tiefkühlware. Nutzer berichten auf Bewertungsplattformen von einem Gegenwert von etwa 10–15 Euro für einen Preis von rund 3–4 Euro (Nachhaltigkeit mit Kopf).

Fazit: Wer flexibel ist und Überraschungen mag, spart bei Aldi UK bis zu 70 Prozent. Für Allergiker oder Menschen mit restriktiven Ernährungsweisen ist die Unvorhersehbarkeit jedoch ein Risiko.

Gibt es negative Aspekte zu Too Good To Go?

  • Unvorhersehbarer Inhalt: Man bekommt, was übrig bleibt – nicht immer das, was man sich wünscht (Verbraucherschutz TV).
  • Fahrtkosten: Der Weg zum Geschäft kann den Spareffekt zunichtemachen (Neukunden-Rabatt).
  • Qualitätsschwankungen: Manche Tüten enthalten schon überreifes Obst oder abgelaufene Ware – dann hilft die Geld-zurück-Garantie (Nachhaltigkeit mit Kopf).

Warum hören Unternehmen auf, Too Good To Go zu nutzen?

Einige Betriebe steigen wieder aus – häufig wegen des hohen Zeitaufwands für das Zusammenstellen der Tüten, geringer Margen oder negativer Kundenreaktionen bei enttäuschender Füllung (Verbraucherzentrale). Besonders kleinere Bäckereien nennen die Logistik als Hürde.

Kritik an der App

Neben den genannten Punkten wird kritisiert, dass die App nur einen kleinen Teil der gesamten Lebensmittelverschwendung abdeckt und eher ein „Gefühl des Gutseins“ vermittle, statt strukturelle Abhilfe zu schaffen. Dennoch: Der konkrete Effekt ist messbar.

Der Knackpunkt: Too Good To Go funktioniert brilliant, wenn Erwartungen und Realität zusammenpassen – das ist nicht immer der Fall.

Warum hören Unternehmen auf, Too Good To Go zu nutzen?

Die Gründe sind vielschichtig. Neben Zeit- und Kostenfaktoren spielen auch negative Bewertungen eine Rolle, wenn Kunden mit der Portionsgröße unzufrieden sind. Laut Verbraucherschutz TV (Verbraucherportal) ist der Hauptgrund jedoch der administrative Aufwand – das Bündeln der Restposten frisst Personalzeit, die anderweitig fehlt.

Gründe für den Ausstieg

  • Hohe Vorbereitungszeit pro Tüte (Nachhaltigkeit mit Kopf)
  • Geringer finanzieller Anreiz (die App behält einen Teil des Erlöses)
  • Negative Kundenerfahrungen und daraus folgende schlechte Bewertungen (Verbraucherzentrale)

Alternativen für Unternehmen

Einige Betriebe nutzen stattdessen Eigeninitiativen wie „App-eigene Rabatte“ oder Kooperationen mit lokalen Tafeln. Der Trend zeigt: Ohne digitale Plattform ist der Aufwand für Händler oft noch höher.

Der Trade-off

Für kleine Betriebe steht der zeitliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Erlös. Größere Ketten wie M&S oder Tesco können die Logistik leichter stemmen – sie profitieren vom Imagegewinn.

Wie sammelt man Too Good To Go?

Der Ablauf ist einfach: App herunterladen, Standort suchen, Überraschungstüte reservieren, innerhalb des Zeitfensters abholen und bezahlen – alles in wenigen Minuten.

Wie bekommt man eine M&S Too Good To Go Tüte?

In der App nach „Marks & Spencer“ suchen, verfügbare Zeitfenster checken und buchen. Die Abholung erfolgt meist an der Kasse oder einem vereinbarten Ort (Neukunden-Rabatt).

Schritte zur Abholung

  1. App aus dem Store laden (iOS/Android) und registrieren
  2. Standort aktivieren und in der Karte stöbern
  3. Tüte auswählen und per Kreditkarte/PayPal bezahlen
  4. Zum angegebenen Zeitraum abholen – eigene Taschen mitbringen!

Tipps für die beste Tüte

  • Nur Läden mit mindestens 4 von 5 Sternen wählen (Nachhaltigkeit mit Kopf)
  • Früh buchen – beliebte Geschäfte sind schnell ausverkauft
  • Flexibel sein: Der Inhalt ist eine Überraschung, nicht bestellbar
  • Bewertungen lesen, um Qualität der Tüten einzuschätzen (Verbraucherzentrale)

Wer diese Tipps beherzigt, steigert die Wahrscheinlichkeit einer runden Tüte deutlich.

Fazit: Too Good To Go belohnt Flexibilität und Ortskenntnis. Berufstätige mit festen Zeiten sollten frühzeitig Termine im Kalender blocken. Studierende erhalten durch spontane Buchungen oft bessere Deals.

Entwicklung von Too Good To Go

  • 2015 – Gründung in Dänemark durch eine Gruppe von Studenten (Too Good To Go (Unternehmenswebsite))
  • 2016–2019 – Expansion nach Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Irland (Verbraucherzentrale)
  • 2020 – Verstärkte Nutzung während der Pandemie (Verbraucherschutz TV)
  • 2025 – Über 200 Millionen gerettete Mahlzeiten, mehr als 65 Millionen Nutzer (Verbraucherschutz TV)

Bestätigte Fakten

  • Too Good To Go ist in Irland, Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar (Too Good To Go)
  • M&S, Aldi UK und Tesco sind Partner (Verbraucherschutz TV)
  • Die App ist kostenlos und ohne Abo (Neukunden-Rabatt)
  • Bei überschrittenem MHD gibt es Geld zurück (Nachhaltigkeit mit Kopf)

Was unklar ist

  • Wie viele Unternehmen tatsächlich täglich mitmachen, schwankt stark
  • Der genaue Inhalt der Tüte ist nie vorhersagbar (Verbraucherschutz TV)
  • Ob Too Good To Go langfristig in allen deutschen Kleinstädten Fuß fasst, ist ungewiss
  • Die tatsächliche CO₂-Einsparung pro Tüte wird nicht offiziell ausgewiesen

„Unsere Mission ist es, die Welt mit Lebensmitteln zu versorgen, nicht mit Müll. Jede gerettete Mahlzeit zählt.“

Too Good To Go (offizielle Website) – Unternehmensmission

„Bei Aldi bekomme ich oft eine richtig gute Mischung – Milch, Brot, Salat. Einmal war sogar ein ganzer Kuchen drin. Für 3,99 Euro ein Schnäppchen.“

Nutzerbewertung im App Store (zitiert nach Verbraucherschutz TV)

„Ich habe aufgehört, weil die Vorbereitung der Tüten einfach zu viel Zeit frisst. Der Erlös deckt nicht mal die Personalkosten.“

Ehemaliger Partnerbetrieb (zitiert nach Verbraucherzentrale)

„Die App ist intuitiv, zeigt sofort alle Angebote in der Umgebung und macht richtig Spaß. Ein super Einstieg in nachhaltigeren Konsum.“

Nutzerbewertung (zitiert nach Neukunden-Rabatt)

Too Good To Go hat zweifellos eine Lücke im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung geschlossen. Die Stärke der App liegt in ihrer Einfachheit und der messbaren Wirkung – über 200 Millionen gerettete Mahlzeiten sind kein Papiertiger. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass die App kein Allheilmittel ist: Hohe Erwartungen an den Inhalt, logistische Hürden für kleinere Betriebe und eine regionale Schieflage trüben das Bild. Für Verbraucher in deutschen Großstädten, die flexibel sind und gern überrascht werden, ist Too Good To Go eine lohnende Ergänzung des Alltags. Für Menschen auf dem Land oder mit strikten Ernährungsvorgaben bleibt die App ein Glücksspiel. Die Entscheidung ist klar: Wer bereit ist, sich auf den Zufall einzulassen, spart Geld und schont die Umwelt. Wer Kontrolle und Bestimmtheit sucht, wird enttäuscht – und greift besser zum regulären Wocheneinkauf.

Weitere Quellen

youtube.com, toogoodtogo.com

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Too Good To Go in jedem Land nutzen?

Die App ist in über 18 Ländern aktiv, aber nicht in allen Regionen eines Landes. In Deutschland konzentriert sich das Angebot auf Ballungsräume (Too Good To Go).

Muss ich die App herunterladen?

Ja, die Buchung und Bezahlung läuft ausschließlich über die mobile App für iOS und Android (Verbraucherzentrale).

Wie viel kostet eine Überraschungstüte?

Der Preis liegt meist zwischen 3 und 5 Euro – etwa ein Drittel des Originalwerts (Verbraucherschutz TV).

Kann ich die Tüte zurückgeben?

Nein, die Tüte ist ein Endverkaufsprodukt. Bei ernsthaften Mängeln oder überschrittenem MHD können Sie über die App eine Rückerstattung beantragen (Nachhaltigkeit mit Kopf).

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Nein, jeder kann die App nutzen. Für alkoholhaltige Produkte in der Tüte gilt das jeweilige nationale Mindestalter.

Wie lange sind die Lebensmittel haltbar?

Oft nur wenige Stunden bis Tage – die Tüten enthalten kurz vor dem Ablauf stehende Ware (Verbraucherzentrale).

Was passiert, wenn ich meine Reservierung verpasse?

Die Zahlung erfolgt vorab – bei Nichtabholung verfällt der Betrag, es sei denn, der Händler stimmt einer Gutschrift zu.

Wie finde ich Too Good To Go in meiner Nähe?

Einfach die App öffnen und die Karte aktivieren – alle verfügbaren Geschäfte werden mit Entfernung und Abholzeit angezeigt (Neukunden-Rabatt).